Q10 beugt Migräne-Attacken vor

Q10 beugt Migräneattacken vor

Unter Migräne-Attacken leiden rund 10 % der Bevölkerung, in Deutschland etwa 8 Millionen Menschen. Bei Frauen tritt sie etwa dreimal so häufig auf wie bei Männern. Grund für den pochenden Kopfschmerz und die lähmende Übelkeit könnte ein Energienotstand in den Zellen sein. Q10 kann hier erwiesenermaßen helfen.

In unseren Körperzellen befinden sich die sogenannten Mitochondrien. Sie werden als »Kraftwerke« der Zellen bezeichnet, da sie die Energie, die wir unserem Körper zuführen (Kohlenhydrate, Fette, Proteine), gemeinsam mit Sauerstoff und Wasser in die Zell-Energie ATP umwandeln. Bei diesem Vorgang sind eine Reihe von Enzymen und Vitalstoffen beteiligt. Q10 spielt dabei eine essenzielle Rolle, es ist unersetzlich für die Energieversorgung unseres Körpers.

Liefern die Mitochondrien aber nur unzureichend Energie, verursachen diese Defizite Schieflagen im Stoffwechsel. Darin könnte ein Grund liegen, warum man mit zusätzlichen Q10-Gaben Migräneattacken vorbeugen kann. Das belegen Studien der Universität Zürich sowie von US-amerikanischen Forschern der Mayo-Klink in Scottsdale (Arizona).

P. S. Sandor und seine Wissenschaftskollegen führten eine plazebokontrollierte Doppelblindstudie durch. Das heißt, nach einer reinen Plazebo-Phase von vier Wochen, die zur Bestimmung der Basalwerte eingeführt wurde, erhielt eine Gruppe von 21 Migräne-Patienten für drei Monate entweder dreimal täglich 100 mg Q10 zugeführt, die andere gleich große Gruppe von Migräne-Patienten ein Plazebo.

Der Unterschied war signifikant: Bei den Patienten, die Q10 einnahmen, sank die Zahl der Attacken bei 48 % um mehr als die Hälfte, bei den Plazebo-Patienten nur um 14 %. Die Autoren folgern, dass Q10 einen signifikanten migräneprotektiven Effekt hat und gut verträglich ist. Ein deutlicher Hinweis also, dass der Auslöser von Migräne eine Störung im Stoffwechsel sein kann. In diesen Fällen ist Q10 ein probates Gegenmittel.

Lesen Sie mehr darüber in der Ärztezeitung und der Neurodepesche.

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